Lange geplant - die Fahrt in die Vergangenheit, auf den Spuren unserer Ahnen. Dresden und Hirschberg (Jelenia Gora) waren die Ziele unserer Kurzreise. Am Freitagnachmittag erreichten wir unseren Stellplatz (siehe Tipps) in Dresden bei strahlendem Sonnenschein und einer gefühlten Außentemperatur von 20 Grad. Amy (unser Hund) war begeistert, befand sich der Stellplatz doch am Rande eines von Lènne errichteten Stadtparkes, an dessen Ende sich die Dresdner Zooanlage anschließt.Ein kurzer Spaziergang und wir befanden uns direkt im alten Zentrum von Dresden. Da wir dort schon häufiger waren, konzentrierten wir uns auf die Suche nach einer geeigneten Lokalität fürs Abendmahl. Unseren Neigungen entsprechend war die Wahl nicht schwer. Wir blieben nach dem obligatorischen Glühwein schließlich im "Las Tapas" hängen und haben dies nicht bereut. Das Essen Klasse, der Wein superb und die Bedienung bis zum Schluß (gegen 24 Uhr machten wir uns auf den "Heimweg") so aufmerksam und emphatisch, dass wir fast die auffällig vielen Stiernacken in Tarnanzügen schon wieder vergaßen, die uns tagsüber über den Weg liefen und die berüchtige Montags-Pegida-Demo ankündigten. Dennoch - ein gelungener Auftakt, schon weil wir an einem 30. Oktober draußen sitzen konnten und uns irgendwo am Mittelmeer wähnten.

Der Anblick der Gnaden-Kirche im ehemaligen Hirschberg (heute Jelenia Gora) ließ Erzählungen der Großmutter und des Vaters wieder in der Erinnerung hochsteigen. Nicht unweit in der Zapfenstr. 7 (heute Ul. Jana Klinskiego 6) betrieb mein Urgroßvater Otto Leuschner eine Kohlenhandlung und ab den 30iger Jahren auch noch eine Automobil-Vertretung. Mein Vater wurde mit 19 Jahren eingezogen und hat abgesehen von einem "Heimaturlaub" sein Elternhaus (siehe Bilder) nie wieder gesehen. Dank eines kürzlich entstandenen Kontaktes zu einem polnischen TV-Kanals, der heute im Hause des Bruders meines Urgroßvaters residiert, konnte ich entgegen meiner Annahme, das Haus sei abgerissen, feststellen, es existiert noch - und zwar fast wie im Zustand von 1945. Offenbar plant die Stadt derzeit einen Verkauf der Immobilie.

 

Bevor wir am Sonntag unsere Heimreise antraten, war eine kurze Fahrt (ca. 15 km) zur Schneekoppe angesagt. Eine traumhafte Landschaft und Sonne begleitete uns bis fast zum Gipfel. Berliner - vergesst die Alpen und fahrt zum Wintersport nach Polen (siehe StellplatzTipps).

 

Über Cottbus erreichten wir am Nachmittag wieder die Stadtgrenzen der Hauptstadt.