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Mit dem Womo nach Portugal

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Nach unserer Griechenlandreise geht es jetzt erneut nach Portugal. Start soll am 18. August 2018 erfolgen. Über Luxenburg und Frankreich soll es über Nordspanien an die Algarve gehen. Zunächst werde ich alleine unterwegs sein. Am 13.9. wird mein Sohn Felix in Faro für eine Woche dazu stoßen und am 20. September fliegt dann meine Göttergattin Carola ein und wird meinen Roadtrip bis 20. Oktober begleiten. Die Rückkehr nach Marburg ist für die Zeit um den 15. November geplant. Vorher geht das Womo aber noch zu unserem Servicehändler Müller in Hirzenhain. Kleinere Wartungsarbeiten und Reparaturen müssen noch durchgeführt werden. Vorher erhält die Heckgarage noch ein Halterungs- und Auffahrsystem für unseren neuen Honda SH 125i.


1. Etappe Marburg - Mehring Mosel


Es klappt in der Regel nie so, wie man sich es vorstellt. Weder die Küchenarmatur noch das Schloß der Aufbautür konnten instand gesetzt werden. Danke an Carthago, für seine herausragende Ersatzteilbevorratung und Serviceleistungen. Ich fahre ein Modelljahr 2010 und übliche Verschleißteile sind nicht mehr erhältlich !!!

 

Durch diese Verzögerungen habe ich auch den Einbau des Trägersystems auf das nächste Frühjahr verschieben müssen.

 

Dennoch beschließe ich zu starten.

 

Es ist Samstag, der 18. August. Die Sonne lacht vom Marburger Himmel, alle wichtigen Dinge sind (hoffentlich) verstaut. Jetzt kann mich nichts mehr aufhalten. Heute soll es bis zum Stellplatz "Mosel Beach" in Mehring an der Mosel gehen. Die Fahrt an der Mosel entlang entpuppt sich schon als kleines Highlight, zumal ich den Streckenverlauf bisher nicht kannte. Von Marburg aus lohnt sich diese Gegend auch mal ausführlicher zu erkunden, ist sie doch nur 2-3 Autostunden entfernt.

 

Und hier stehe ich ...


Ruhetag

Sonntag, 19.08.18

 

Bin ja nicht auf der Flucht und deshalb spontan beschlossen, noch einen Tag an der Mosel zu bleiben.

 

Außerdem konnte ich in aller Frühe in die erste Reihe wechseln.

 

Mein neuer Standplatz.

Bin wieder da

Manchmal läuft alles schief. Wollte am Sonntagabend kurz die Nachrichten schauen - kein Bild, aber Ton !!! 

 

Alle Versuche scheiterten und ich suchte noch schnell einen Händler im Netz (Trier), wo ich am Montagmorgen gegen 8:30 Uhr auf der "Platte" stand. Schildert ihm das Problem und schon 15 Minuten später schaute sich ein Techniker die Angelegenheit an. Ratsuchend wandte er sich an den Chef, der nach einem kurzen Blick auf meine verbaute Anlage zum Schluß kam, daß der Fernseher ausgewechselt werden müsse. Mein Hinweis, der Ton funtioniere doch, wurde beiseite geschoben mit dem Hinweis, dies sei ein carthagotypisches Problem ????

 

Weder er, noch andere Carthago-Händler in der Nähe hatten einen entsprechenden TV vorrätig, noch Termine in den nächsten Wochen frei.

 

Mein Glück !

Denn ich kam auf die Idee, die Anschlüsse über den Scart-Steckplatz zu verbinden. Alleine -  so einen Adapter führe ich nicht mit mir, wozu auch. Also erneut Google bemüht und einen Elektromeister gesucht. 

 

In einem kleinen Dorf wohnt und arbeitet mein Retter. Ein kurzer Blick und Test genügte, der Fernseher ist nicht defekt. Lediglich die Kabelverbindung zwischen TV und Reciever muß erneuert werden. Wo Carthago den Reciever verbaut hat, ist bis heute ein Rätsel. Wir haben ihn nicht gefunden, dafür aber die Steueranlage für die Satellitenschüssel.

 

Und nun ? 

 

Entweder in den nächsten 3 Monaten kein TV, oder Rückkehr nach Marburg, um den noch nicht verbauten neuen Fernseher (incl. HD und Internet) zu installieren. Gedacht - getan. Dies war der Grund, warum ich nun eine Woche verspätet erneut in Richtung Portugal gestartet bin.

 

Fazit: Kaum einer bemüht sich mehr kostengünstige Reparaturen anzubieten. Wäre in meinem Fall bereit gewesen, eine Stange Geld für nichts auszugeben, hätte es da nicht den wunderbaren Handwerker und Fachmann in der Nähe von Trier gegeben. Danke!


Noch einmal ...

1. Etappe Marburg - Pont-a-Mousson

Erneuter Start am 25.08.18 in Marburg.

 

Über Frankfurt, Mainz, Kaiserslautern und Saarbrücken ging es dann mautfrei in Frankreich weiter bis zum SP "Port de Plaisance".

 

Hatte schon vorher gelesen, dass dieser Platz insbesondere am Wochenende sehr frequentiert und eine frühe Anfahrt erforderlich sei, um noch einen Stellplatz zu ergattern. So war es auch. Ich war der vorletzte Gast, der noch ein Plätzchen fand!


2. Etappe Pont-a-Mousson - La        Charitè sur Loire

Wozu braucht es Autobahnen, wenn es solche Strassen gibt. Völlig entspannt spulte ich am Sonntag, den 26. August mein gesetztes Pensum an Strecke ab. Die Sonne lachte den gesamten Tag vom wolkenlosen Himmel und die vorbeigleitenden Ortschaften und  Landschaften berührten meine Seele. 

 

 

 

Das heutige Ziel

La Charitè sur Loire


3. Etappe bis Nersac

Fronkreich ist wonderbar!

 

Obwohl Werktag (Montag, der 27.8.18) war es ein entspanntes Fahren. Zunächst ging es immer der N151 folgend, teilweise schnurgerade, aber hügelig über Auxerre, Bourges und Angoulème bis zum SP.

Bei uns in Deutschland sicher unvorstellbar. Dafür kostet in F die Packung aber auch über 9,- Euro!


4. Etappe Nersac - Moliets Plage

Dienstag, 28.08.2018

 

Am Morgen zeigt das Thermometer bereits um 8 Uhr 24° an. Puuhh - das wird eine heiße Fahrt. Eigentlich wollte ich in Mimizan Plage einen unter Wohnmobilisten sehr bekannten und beliebten Stellplatz, direkt vor der Düne liegend, anfahren. Musste dann aber in einem Blog lesen, daß dieser nicht mehr existiert - anstelle dessen sollen dort Ferienhäuser errichtet werden. Also Zieländerung.

 

Bis auf ein kleines Teilstück (5,30 €) ging es über die N10 und A63 mautfrei über die Autobahn bis Castets.

 

Außer im Großraum von Bordeaux war das Verkehrsaufkommen erträglich, so daß ich gegen 14:30 den Atlantik erreichte.

 

In der Spitze zeigte das Thermometer 40° an. Deshalb beschloß ich einen CP anzusteuern, um auch die Klimaanlage in Betrieb setzen zu können.

 

Meine Wahl fiel auf den CP Le Saint Martin. Dieser schien rappelvoll, aber man wies mir noch einen freien Platz an. Nachdem ich diesen auf dem wirklich großen CP gefunden hatte, war dieser besetzt!  Zwischendurch fuhr ich das Womo fast zweimal auf der sehr sandigen Piste fest. Beim Aus- und wieder einsteigen verlor ich unbemerkt einen meiner Ledersandalen, die auf der Einstiegstreppe des Fahrerhauses lagen. Auch die mir später zugewiesenen Plätze erwiesen sich für mein Womo als unbrauchbar. Also beschloß ich den CP wieder zu verlassen. Auch gut, den die Übernachtung hätte mich 38,66 € gekostet (die Franzosen haben diese Woche noch Ferien). Schweißgebadet wollte ich den Ort wieder verlassen, als ich meine Rettung nahen sah.

 

Direkt am Ortseingang befindet sich eine Aire De Camping Cars Municipale de Moliets-et-Maa! Hatte ich glatt übersehen. Alles vorhanden: Schatten, VE und Strom.

und endlich konnten Amy und ich nicht nur den Atlantik riechen,

sondern auch spüren.


Von Einsamkeit keine Spur weit und breit ...


Mittwoch, 29.08.2018

 

Nach bisher gefahrenen 1401 km haben ich beschlossen einen Ruhetag einzulegen.

 

Nachtrag: Ich habe meinen "Schlappen" wieder. Ein ehrlicher Finder hat ihn an der Rezeption des Campingplatzes abgegeben.


Leben

Wollte eigentlich gerade den Reisebericht aktualisieren, da erreicht mich die Nachricht, dass ein alter Freund um sein Leben ringt.

 

Meine Gedanken sind bei ihm und seiner Tochter.


5. Etappe Moliers-Plage bis Palencia

30.08.2018

 

Wie das so mit den Erinnerungen ist. Manche verblassen, einige bleiben haften, als sei es gestern gewesen, aber in aller Regel halten sie mit der Realität nicht Stand. So auch meine an die Atlantikküste Frankreichs. Ist mir heute alles zu sehr kommerzialisiert. Viele schöne Orte der Vergangenheit haben sich extrem negativ verändert. Natürlich nicht unbedingt Landschaft, und Küste. Aber überall sind die gleichen Souvenirshop- und Kneipenmeilen entstanden, bevor man die Küstenlinie erreichen kann und last but not least, viele Ortschaften verloren durch den Bauboom der letzten Jahrzehnte ihre charakteristischen Eigenheiten. 

 

Und - den Trubel einer Ferienregion suche ich wahrlich nicht. Also schnell weg Richtung Spanien. Meine Hoffnung ist, dass sich jetzt überall die Ferienzeit zu Ende neigt.

ROUTE Grundsätzlich versuche ich mautfreie Strecken zu benutzen. Ausnahmen werden im Bericht gekennzeichnet.

Moliets-Plage - Biarritz - Vitoria Gasteiz - Burgos - Palencia

 

 

Strand Biarritz und eine nachgebaute spanische Galeone

Die Fahrt über Biarritz war etwas nervig. Sehr viel Verkehr. Strände konnte man mit dem Womo nicht anfahren - Schranken (max. Durchfahrtshöhe: 2,20 m). Alles in allem nicht sehr Womo-freundlich.


Ohne es zu merken passierte ich die französisch / spanische Grenze und befuhr zunächst die A-1 und dann die N-1 über Vitoria-Gasteiz bis Burgos. Dort ging es dann auf die A-62 bis zum Etappenziel (dem SP in Palencia)

 

 

 

 

 

 

 

Bild links: Schafhirt als Beruf genießt hier hohes Ansehen.

 

Landschaftlich betrachtet war die Fahrt weniger von Höhepunkten, sondern von der einsetzenden Hitze geprägt.

Der SP in Palencia liegt direkt an einer städtischen Parkanlage (gut für den Hund) und einem Fluß, fußläufig vom Stadtkern entfernt.

Zunächst richteten wir uns ein ...

Am Abend ging es dann noch ins Städtchen.

6. Etappe Palencia - Merida

Eine unvergessliche Fahrt durch die Extremadura immer der "Route de la Plata" folgend über Valladolid und Salamanca bis Merida sollte heute folgen. Eigentlich wollte ich den SP in Badajoz anfahren, aber aufgrund der ständig ansteigenden Temperaturen (zeitweise 42° im Schatten) beschloß ich, Amy und mir zu Liebe vorher den CP in Merida aufzusuchen (mit Pool), da Klimaanlagenbetrieb bekanntlich nur über 230 V funktioniert. 

 

Entlang der Strecke waren ständig Storchennester auf den Hochleitungsmasten zu entdecken (zum Teil auch schon besetzt). Offensichtlich die Route dieser betörend schönen Lebewesen auf ihrem Weg zu den Überwinterungsplätzen in Afrika. Leider habe ich dies fotografisch nicht festgehalten.

Nun ja - die besten Jahre hat dieser CP sicherlich hinter sich. Aber für meine Zwecke ideal. Schattige Plätze plus Satellitenempfang und einen Pool.

 

Das ganze für 16,99 € incl. Strom.


7. Etappe Merida - Porto Covo

1. September 2018

 

Das Land meiner Sehnsüchte liegt in greifbarer Nähe.

 

Morgens um 8 Uhr bereits wieder 25° Also nichts wie los. In Merida schnell noch die Vorräte beim (das ist hessisch) Lidl aufgefüllt und der erste Schreck an diesem Morgen. Beim Zurückkehren zum Wohnmobil entdecke ich eine nicht unerheblich Beschädigung am hinteren linken Heck. Die Schürze war erneut (wie in Griechenland, damals aber selbstverschuldet) nach hinten herausgerissen. Rote Lackspuren in Schulterhöhe deuteten auf einen Fremdkontakt mit einem Klein-LKW oder Transporter hin. Selbstverständlich hat sich der (die) Verursacher (in) aus dem Staub gemacht. Aber davon lasse ich mich nicht irre machen. Hauptsache ich lebe noch - mein alter Freund übrigens auch noch !!!

 

Zwischendurch noch einen Stausee (Tipp von Amumot) angefahren, war mir dann doch zu einsam und dann endlich Porto Covo, mit seinen kleinen, aber traumhaften Buchten zwischen schroffen Felsklippen erreicht.

 

Warum weiß ich nicht, dass die Ferien in Portugal erst in ca. 14 Tagen enden. So viele Wohnmobile entlang der Küstenstrasse von Sines bis Porto Covo habe ich nicht erwartet. Entsprechend hat die Polizei auch versucht zu räumen. Aber der Portugiese an sich scheint standhaft. Stunden später standen sie noch immer an ihrem Platz, lediglich die Ausländer (mich eingeschlossen) hatten sich abschrecken lassen. Einige davon traf ich dann am Abend auf dem offiziellen SP (3 Euro) in Porto Covo.

 

Der war so nah am Ort, wie trist zugleich. Daher kein Foto.

 

Aber ein Sonnenuntergang vom Feinsten am 1. September 2018


8. Etappe Porto Covo - Costa de Gale

2. September 2018

 

Brauche jetzt ein bißchen Ruhe und Komfort und habe daher beschloßen einen der schönsten Küstenabschnitte zu besuchen und mir dort einen CP-Aufenthalt zu gönnen. Und so sieht es hier aus ...

Bem-vindo in Portugal und gute Nacht.


Hier noch ein paar Impressionen vom CP in Fontainas ...

9. Etappe Fontainas - Porto Covo

4. September 2018

 

Richtig gelesen. Ich steuere erneut Porto Covo an. Aus zwei Gründen. Den Besuch einer alten Freundin in Zambujeiro do Mar muss ich um ein paar Tage verschieben und zum anderen will ich den Besuch der angeblich besten italienischen

 

Pizzeria an der Costa Vicentina nicht verpassen.

 

Vorher durchfuhr ich aber einer der bisher schönsten Gegenden der Alentejo-Küste. Die Route führte mich über Melides, die Praia de Santo Andrè und Sines.

In Porto Covo blieb ich dann bis Freitag, den 7. September 2018.

Die Tage waren überschattet von den Nachrichten aus Berlin über den Gesundheitszustand von "Kissi". Am 6. September um 20 Uhr starb er im Beisein seiner Familie. Umso mehr wird er mich jetzt in Gedanken an so viele Momente gemeinsamen Erlebens begleiten und ich werde noch so manches Glas Wein auf sein Wohl erheben. Kissi - Du fehlst mir!

Impressionen aus Porto Covo



10. Etappe Porto Covo - Zambujeira            do Mar

Freitag, 7. September 2018

 

Die heutige Route verläuft über Vila Nova de Milfontes (dort kann man entweder am Ufer des Rio Mira herrlich baden, oder aber sich in die Fluten des Atlantiks stürzen) und Almograve bis zum heutigen Zielort.

 

In Zambujeiro do Mar angekommen, erwartet mich schon Marie-Luise (eine alte Freundin aus Berliner Studientagen) und zeigte mir einen Freistehplatz oberhalb des Ortes mit einem fantastischen Blick auf die Praia. Dort habe ich dann auch übernachtet.

Zambujeiro do Mar

 

Den Abend verbrachte ich, alleine mit den Erinnerungen an Stefan Kissinger, hoch über der Atlantikküste. Das eine oder andere Glas Wein durfte natürlich nicht fehlen.

 

Ich hoffe sehr, dass es Dir (ihm) jetzt gut geht. Salute altes Haus!


11. Etappe bis Figueira

Die bedrückte Stimmung hielt auch am nächsten Morgen noch an. Deshalb beschloß einen Ort aufzusuchen, mit dem ich positive Erinnerungen verbinde. Ich hoffe meine Stimmung hellt sich dann allmählich auf.

Zwischenetappen

So - bin wieder da !

 

Die Tage nach dem Tod meines Freundes waren schon sehr belastend und mir war überhaupt nicht danach, an dieser Stelle auch von schönen Momenten, die es natürlich auch gab, zu berichten. 

 

Nach ein paar Tagen der Besinnung, Erinnerung aber auch der Erholung wechselte ich am 12.09. erneut meinen Stellplatz und fuhr nach Alvor (37.12487°N 8.594863°W) auf einen SP direkt am Meer. Hat alles was man braucht. VE, Strom und Wasser. Es ist ein Gemeindestellplatz ohne Schatten, aber nur ein paar Schritte vom Strand entfernt. Ziemlich staubige Angelegenheit, aber ok.


Faro

Am 13.09. fuhr ich dann zum neu eröffneten FaroCamperVanPark

 

Der Grund war diesmal erfreulicher Natur. Gegen 22:30 Uhr würde mein Sohn Felix in Faro landen und mich dann 1 Woche begleiten.

WARTEN AUF FELIX ...

... IN EINEM STRANDRESTAURANT IN FARO.


Die Woche mit meinem Sohn verging wie im Flug. Zunächst fuhren wir nach Figueira zurück. Von dort aus unternahmen wir Ausflüge zum Boca do Rio nach Sagres, dem Cabo de Sao Vicente (obligatorich dort der Verzehr einer Thüringer Rostbratwurst), einmal kurz an die Westküste nach Carrapateira, eine weitere Zwischenübernachtung an der Praia da Luz und natürlich Lagos.

 

Am vorletzten Tag dann ein kullinarischer Höhepunkt. Wir fuhren den SP in Armacao de Pera an (direkt am Strand gelegen) um dort am Abend im Casa do Pasto Zè Leitero für 14,- € pro Pers. frischen Grillfisch (so viel, wie man essen kann) zu genießen.

 

Am nächsten Tag hieß es dann Abschied voneinander zu nehmen, gleichzeitig aber auch in freudiger Erwartung von Carola erneut Platz auf dem schon erwähnten SP in Faro zu nehmen. 

 

Hier die einige Impressionen unseres kleinen Roadtrips:


12. Etappe Faro - Figueira

Jetzt ist die Family wieder vollzählig und wir werden zunächst erneut unseren Lieblingsstellplatz an der Algarve in Figueira beziehen.

 

Mal sehen was die nächsten Tage und Wochen uns bescheren werden.


Mittlerweile verweilen wir schon seit über einer Woche an diesem schönen und bezaubernden Fleckchen Erde. Dieser Ort ist uns richtig ans Herz gewachsen. Nur der Wechsel zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang bestimmt unseren Tagesablauf. Zur Zeit sind wir mit drei weiteren Womobesatzungen zu einer kleinen Gruppe mutiert. Uwe, unser Alleinfahrer, stillt hin und wieder abends auf der Gitarre unseren Hunger auf deutsches und internationales Liedgut, oder besorgt wie gestern Langusten vom Feinsten. Herby und Sonya stehen mit ihren Mobilen schon ein Weile hier, nachdem sie wohl für immer Deutschland den Rücken gekehrt haben. Langsam aber sicher befällt uns auch das Portugalsyndrom. 


26. September 2018

Kein Tag wie jeder andere ...

Wir haben Familienzuwachs erhalten. Nach einem vormittäglichen Bummel durch Lagos hatten wir fast unser Womo schon erreicht, da trafen wir das Schicksal ...

 

... Alina, eine 8 Monate alte Labrador-Mix Hündin.


Hallo Berni,

 

es geht immer weiter, manchmal aber auch langsamer - wir sind ja nicht auf der Flucht!


Lagebericht

Alina hat sich eingelebt. Die Bedingungen in Figueira sind ideal, um den Hund an uns zu gewöhnen. Außerdem haben wir am 11.10. noch den letzten Impftermin für unsere "schwarze Gaunerin" in Lagos, so dass wir solange noch auf dem SP verweilen wollen. Aber manchmal kommt es anders, als man denkt. Aber der Reihe nach ...


Die erste Oktoberwoche verlief relativ entspannt. Kurz vor Sonnenaufgang ging es morgens mit den beiden "Tölen" raus aufs Feld. Danach wartete ein ausgiebiges Frühstück und der obligatorische Blick auf die Nachrichtenlage auf uns. Die überall beginnenden Herbstferien bemerkte man auch hier an der Algarve. Unmengen von Mietfahrzeugen tauchten plötzlich im beschaulichen Figueira auf und die Menschenmassen ergoßen sich an die Strände. Auch an unseren, obwohl dort auf die Besucher noch ein recht beschwerlicher Fußmarsch wartete, bevor sie "unser" kleines Paradies erreichen konnten. Vorbei erstmal wieder die ungestörte Zeit am Strand. Aber Portugal scheint von allen europäischen Urlaubsländern zur Zeit ziemlich im Trend zu liegen und weist derzeit auch die höchsten Temperaturen auf. Wirklich unangenehm aber fielen in den letzten Tagen etliche Schwule auf, die nicht nur den schönen Strand für sich entdeckt zu haben schienen, sondern ihre Lust auch demonstrativ allen anderen präsentierten. Zumindest Einheimische verließen daraufhin panikartig und verstört mit ihren Kindern Ihren Strand. Jeder sollte seinen Lebensstil so ausleben können, wie er mag. Rücksichtsnahme und Empatie aber sieht anders aus !!!


Es gab aber auch kleinere Höhepunkte wie unser letztes Langusten-Essen. Uwe, unser kongenialer Musiker hatte sie besorgt, Herby und Sonia sorgten vor ihren Womos für das entsprechende Ambiente und wir für den Salat. Alles war für einen schönen Abend bereitet ...


... aber wie schon 2 mal zuvor machten uns die derzeitigen Pächter (Franzosen) einen Strich durch die Rechnung. War es einmal unsere angeblich zu laute Musi (Selfemade), war diesmal der Auslöser unser neues Familienmitglied Alina. Nach der obligatorischen Hunderunde, mittlerweile waren fast nur noch französische Wohnmobilisten auf dem Platz (erwähne dies nur, weil diese meist grußlos an uns vorbei gingen, den Tag über in Gruppen laut palavernd den Platz beschallten und sich dann wie auf ein Kommando am Abend in ihren jeweiligen Behausungen vor ihre TV's zurückzogen), alles bis auf unsere Womos in Dunkelheit gehüllt, erdreiste sich Carola unsere Alina die letzten Meter ohne Leine laufen zu lassen. Ausgerechnet in diesem Moment suchte ein französischer Gast nach dem Toilettengang seinen angemieteten Wohnwagen im Dunkeln und wurde promt von unserer jungen Hündin angebellt. Daraufhin ergoß sich ein französischer Schimpfwortschwall sowohl über meine Frau, als auch über Alina. Im Nachhinein sicher eine Überreaktion, sprang ich von meinem Stuhl auf, stellte mich unserem "Erzfeind" mutig entgegen und schleuderte ihm ein vehementes: "Go home" entgegen, vergaß aber dabei, dass die meisten Franzosen nur Französisch sprechen und verstehen. Wahrscheinlich versetzte ich den guten Mann in Todesangst, denn er macht umgehend kehrt und holte sich Hilfe bei den Pächtern. Auf einmal stand ich zwei kleinen Franzosen gegenüber. Wir alle drei haben den Abend unverletzt überlebt, aber ich habe das erste Mal in meinem Leben einen Platzverweis kassiert. 

 

Der Abend muss zumindest beim Pächter am nächsten Morgen noch nachgewirkt haben. Seine Rechnung habe ich sofort akzeptiert ;-))))


Neben dieser unerfreulichen Entwicklung, die einen Standortwechsel auf den 3 km vor Lagos befindlichen CP in Espiche nach sich zog, wo wir seit dem 7. Oktober stehen, gab es aber auch noch zauberhafte Momente, wie unser Besuch des kleinen Städtchens Silves.



ABSCHIED

Am 11.10. werden wir die Algarve und damit auch Portugal Richtung Andalusien verlassen. Hier noch ein paar Impressionen der letzten Tage.



Portugal ade - jetzt geht es gemächlich über Spanien zurück in heimatliche Gefilde. Folgt uns, wenn ihr mögt auf unserem nächsten Blog:

 

"Rückreise" oder der Weg zu uns


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Kommentare: 3
  • #1

    Berni (Freitag, 05 Oktober 2018 21:55)

    Und wie geht es weiter �

  • #2

    Birgit (Sonntag, 04 November 2018 08:17)

    Gratulation zum neuen Hund

  • #3

    Birgit (Sonntag, 04 November 2018 08:18)

    Bernd